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08.07.2017  10. Shanty-Chor-Festival
Im Kurgarten, D 26409 Carolinensiel

Satire*) am Donnerstag:   Sparen beim Kaufen

sparen

Nun war ich schon so zwei, drei Male
auf der Kreissparkassen-Stadtfiliale,
weil - so wird ja stets betont -
sich das Sparen richtig lohnt.

Es ist ja nicht der Zinsen wegen,
die sich gegen Null bewegen.
Vor allem ist es der Verzicht
zu sagen: "Ich kaufe jetzt noch nicht".

Das ruft die Händler auf den Plan,
die bieten auch das Sparen an.
Doch das ist keine Geldanlage,
sondern eine Werbeplage.

Als Kunde sollst du wirklich denken,
der Händler möchte dir was schenken.
Der teilt Prozente pfiffig ein:
Sein Anteil groß, dein Anteil klein.

Glaubst du, du hast was angespart
für Auto, Möbel, Urlaubsfahrt?
Rabatte produzieren Dopamin,
da schmilzt das Denkvermögen hin.

Und holst du deine Karte raus,
zahlt mancher Laden noch was aus.
Gekauft, gespart, Geld obendrein,
kein Paradies kann schöner sein.

So drängt im Markt die Menschenmasse
sparend an des Marktes Kasse.
Und jeder fragt im ganzen Saale:
"Wozu noch Kreissparkassen-Stadtfiliale?"

Karl-Heinz Osmer

*) Nach Schiller stellt die Satire die mangelbehaftete Wirklichkeit einem Ideal gegenüber.

Wenn ich meinen Briefkasten ein paar Tage nicht leere, platzt er aus allen Nähten vor lauter Werbemüll. Oft muss ich lesen, welche Fantasiepreise am Markt nicht erzielt werden konnten und wie der jetzige Preis sei. Manchmal ist die Differenz besonder4s hervorgehoben: "Sie sparen ..." Sparen war mal sowas wie Rücklagen bilden, Geld für eine größere Anschaffung sammeln, ganz das Gegenteil von Kaufen.

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